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Mit Vorfahrt auf der Internet-Überholspur

Die Premium-Kunden eines großen deutschen Telekommunikationsunternehmens können sich künftig weltweit mit ihren mobilen Endgeräten in öffentlichen W-LAN Hotspots verschlüsselt mit dem deutschen Internet verbinden. Realisiert wird das Produkt von den Applikations-Spezialisten TWENTY |20 aus Langenfeld. Das technische Rückgrat für die Lösung liefert „ITENOS Data LogistIX“, die neue Internet-Überholspur mit Dauer-Vorfahrt aus dem Hause ITENOS.

Die Einwahl mit mobilen Endgeräten in öffentliche W-LAN-Netze hat einen Nachteil. Die Verbindung ist unverschlüsselt, der Datenverkehr kann unter Umständen mitgelesen werden. Ein deutsches Telekommunikationsunternehmen schafft da künftig Abhilfe. Premium-Kunden erhalten eine App, die bei jeder Einwahl eine verschlüsselte VPN-Verbindung bis zum eigenen Internet-Backbone des Telekommunikationsunternehmens aufbaut. Bis zu 50 000 User gleichzeitig erwartet das Unternehmen für diesen neuen Service. Die Zahl alleine zeigt, dass das Produkt in Sachen Bandbreite und Geschwindigkeit hohe Anforderungen an das transportierende Netz stellt.

Mit der Entwicklung der neuen sicheren Zugangstechnologie ist der Softwarespezialist TWENTY |20 beauftragt. Auf der Suche nach einem Rechenzentrum für die Anwendung stieß man bei der TWENTY |20 schnell auf ITENOS. TWENTY |20 hat schon seit 2013 mehrere Managed Racks in einem RZ der ITENOS gemietet, man kennt also die Leistungsfähigkeit und die Servicequalität der Tochter der Deutschen Telekom, sagt Christian Wienke, Leiter des Projekts „Hosted VPN“. „Wir haben seit drei Jahren mit ITENOS zu tun, in dieser Zeit gab es keinen einzigen Ausfall.“

Ausschlaggebend für die Wahl von ITENOS als Partner für das neue Produkt war aber vor allem die Tatsache, dass ITENOS zum richtigen Zeitpunkt mit einem neuen Produkt zugegen war. Christian Wienke: „Die Plattform Data LogistIX ist genau das, was wir brauchen.“ Mit Data LogistIX offeriert ITENOS bandbreitenhungrigen und latenzkritischen RZ-Kunden einen direkten Anschluss an eine Vielzahl von nationalen und internationalen Telekommunikationsnetzen. Über die Plattform wird unter anderem das Netz der Deutschen Telekom und somit 42 Prozent der deutschen Breitbandanschlüsse erreicht. Darüber hinaus sind an diesem Netz mehr als ein Drittel aller mobilen Anschlüsse angeschlossen; 250 Millionen Telekom-Kunden in Europa können so ohne Umwege erreicht werden.

Data LogistIX („Best place to stream“) beinhaltet neben direkten Cloud-Anbindungen an die führenden Cloud-Provider auch einen direkten Anschluss an den weltweit größten Internetknoten DE-CIX. Daten auf der neuen Plattform nehmen auf Grund der Anbindung an die großen nationalen und internationalen TIER-1-Carrier den kürzesten Weg durchs Netz. Die Infrastruktur von ITENOS ist nach allen Regeln der Kunst Qualitäts- und ISO-zertifiziert, sie entspricht den höchsten Sicherheitsanforderungen und befindet sich in Deutschland und unterliegt somit deutschem Recht und deutschen Datenschutzbestimmungen. Damit wurden weitere zentrale Anforderungen des Kunden der TWENTY |20 erfüllt, berichtet Christian Wienke.

Neben der hohen Leistungsfähigkeit der Plattform war es den Applikationsentwicklern von TWENTY |20 und dem Kunden wichtig, dass die Plattform skaliert – auch bei den Kosten. Der Auftraggeber hat somit die Sicherheit, dass die technische Infrastruktur nach Bedarf ausgebaut werden kann und nach wachsendem Traffic bezahlt wird. Projektleiter Wienke gefällt an der realisierten Lösung außerdem, dass TWENTY |20 die eigenen IP-Adressen mitnehmen kann und nicht mehr von einem RZ zum anderen switchen muss. Das erleichtere erheblich die Administration. TWENTY |20 hatte sich zuvor bereits ein eigenes Autonomes System (AS) registrieren lassen. Mit dem Data LogistIX-Service „IP-Transit“ kann TWENTY |20 zudem die priorisierte Netzanbindung frei wählen.

Wienkes Anforderung war es von Beginn an auch, einen flexiblen Technologie-Partner zu haben. Das bedeutet für ihn vor allem eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit und eine gute Erreichbarkeit des Ansprechpartners und eine schnelle Umsetzung. „Das macht ITENOS sehr gut“; bilanziert Wienke, man habe einen direkten Ansprechpartner in allen Belangen, „es gibt keine Abstimmungsverluste“. Er erwähnt lobend, dass es nur wenige Tage gebraucht hat, bis die neue Plattform betriebsfähig war. Flexibel habe sich ITENOS auch bei dem Wunsch nach der Anbindung an einen weiteren Carrier als Fallback-Lösung gezeigt. Und um die VPN-Lösung noch besser abzusichern, wird das gesamte System im Laufe des Jahres 2017 noch an einem zweiten deutschen RZ-Standort der ITENOS vollständig gespiegelt.

Die theoretischen Bandbreiten- und Geschwindigkeitsversprechen für den exklusiven Zugang ins Internet werden in der Praxis erfüllt, berichtet Projektleiter Wienke. Das zeigten erste Last-Tests Anfang 2017. Auch der Start des Pilotbetriebs Anfang April mit zunächst 500 Usern lief erfolgreich, so dass das Projektteam ruhigen Gewissens dem Produktstart und damit dem weltweiten Rollout entgegensieht. Wienke: „Bislang haben wir unsere Entscheidung nicht bereut.“