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Mehr Flexibilität durch ein Connectivity-Service­bündel aus einer Hand

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ITENOS Connectivity-Servicebuendel

Wer wissen möchte, welche IT-Trends gerade aktuell sind und wann sie vermutlich im IT-Alltag ankommen, findet im Gartner Hype Cycle for Emerging die Stichworte Artificial Intelligence, Blockchain, Cognitive Computing, Deep Learning, Edge Computing und den Rest des Trend-ABCs. Die Gemeinsamkeit ist das hohe Datenvolumen der Technologien. So erfordert Deep Learning enorme Datenmengen als Input und Edge Computing bündelt große Mengen an Echtzeit-Sensordaten im Industrial IoT.

Die Frage ist also, wie Unternehmen die zukünftige Entwicklung möglichst im Vorfeld in den Griff bekommen. Alexander Frese – Produktmanager Data LogistIX – gibt hierzu eine klare Antwort: Sie müssen die Komplexität ihrer unterschiedlichen Verbindungen zu Internetprovidern, Cloudservices, IT-Dienstleistern und nicht zuletzt ihren Niederlassungen senken. Warum das so ist, und wie Unternehmen diese Aufgabe angehen können, erklärt er in unserem Interview.

Das Wachstum des Datenvolumens in den Telekommunikationsnetzen wird immer wieder beklagt und meist werden dafür Netflix & Co. verantwortlich gemacht. Stimmt das eigentlich?

Die Unternehmen sind der größte Treiber beim Wachstum des weltweiten Datenvolumens. Einer der Gründe ist die immer intensiver werdende Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern. So bieten viele Firmen Videos über YouTube an, übertragen Konferenzen und Messeauftritte als Live-Events, nutzen Videokonferenzen für Meetings, verkaufen Produkte über Webshops und treffen ihre Kunden in sozialen Netzwerken.

Unternehmen erzeugen aber auch intern viele Daten, die über Netze übertragen werden. So sorgt allein schon der Einsatz der Cloud für einen Anstieg des Volumens. Hinzu kommt die Übertragung von Maschinendaten bei der Industrie 4.0. Bis 2025 soll sich das gesamte Datenaufkommen verzehnfachen, und der Anteil von IoT-Daten soll nach einer Studie von Dell EMC bis 2020 auf zehn Prozent anwachsen.

Im Moment steigert sich das IoT-Datenvolumen in den Kommunikationsnetzen besonders stark durch das Thema „Predictive Maintenance“, wie die vorausschauende Wartung in der Fachsprache der Industrie ausgedrückt wird. Diese Entwicklung wird weitergehen, wie ein Blick auf die gerade intensiv diskutierten IT-Trends wie Blockchain oder Deep Learning zeigt.

Die Unternehmen müssen sich also Gedanken über das Wachstum ihrer Daten machen.

Das ist richtig, für die Unternehmen entstehen hier neue Fragen im Rahmen von strategischen Überlegungen zur IT-Infrastruktur: Welche Netzanbindung in welcher Form ist notwendig? Da Telefonverbindungen bereits jetzt vorwiegend über das Internet-Protokoll abgewickelt werden, gehört auch die Telefonie zur Datenkommunikation – immerhin eine, wenn auch kleine Vereinfachung. Doch ein herkömmlicher Internetanschluss reicht für die meisten Unternehmen nicht aus, denn sie nutzen eine Vielfalt an Providerverträgen, um die Anforderungen an Kommunikation und Content zu bewältigen.

Connectivity ist aber nicht alles. Daten werden heutzutage nur noch zum Teil im eigenen Rechenzentrum gespeichert und bearbeitet. In den Unternehmen hat sich für den IT-Betrieb eine Vielfalt an teils parallel betriebenen Lösungen etabliert. So gibt es Plattformen für Industrial IoT in der Public Cloud, die eigene Module für die Aufbereitung der Daten anbieten. Manch ein Unternehmen nutzt noch weitere Services wie beispielsweise Salesforce. Hinzu kommen oft bestehende Geschäftsanwendungen, die eine herkömmliche IT-Infrastruktur voraussetzen oder eine aus Sicherheitsgründen betriebene Private Cloud. Diese Situation wird mit den Stichworten Multi-Cloud und Hybrid-Cloud bezeichnet.

Hintergrund sind dabei häufig die unterschiedlichen Kostenstrukturen. Ein selbst betriebenes Rechenzentrum für alle Anwendungsgebiete ist zu kostenaufwendig. Deshalb sind viele Unternehmen dazu übergegangen, ihre Datenbestände zu separieren. Alle Daten, die nicht direkt durch Datenschutzregelungen betroffen sind, werden zu einem möglichst günstigen Anbieter ausgelagert. Ein Beispiel: Es kann deutlich kostengünstiger sein, SAP HANA auf Microsoft Azure zu hosten, als das SAP-System selbst zu betreiben.

Das heißt also, dass ein Unternehmen Datenverbindungen zu vielen unterschiedlichen Anbietern aufnehmen muss. Auf welche Weise sollte es auf die Situation reagieren?

Wichtig ist zunächst einmal, die Komplexität der Datenverbindungen zu senken. Ein derart hochkomplexes Geflecht aus Connections und Interconnects bei zahlreichen Anbietern ist teuer und nicht immer ausfallsicher. Dies kann durch die Beauftragung eines einzelnen Providers wie ITENOS gelingen. Dies senkt nicht nur die reinen Verbindungskosten, sondern verbessert auch den Überblick über die Kostenstruktur und erleichtert das Management der einzelnen digitalen Services. Letztlich läuft alles auf ein Servicebündel hinaus, bei dem Unternehmen alle Kommunikations-Services aus einer Hand beziehen und über einen einzelnen Port mit ihrer IT darauf zugreifen können. Dadurch gewinnen die Unternehmen ein Höchstmaß an Flexibilität beim Einsatz unterschiedlicher Services. Es gibt beim Zugriff darauf keine Unterschiede in der Verbindungsqualität, sodass die jeweiligen Anwendungen immer bestmöglich arbeiten.

Ein weiterer großer Vorteil unserer Lösung ist der Sitz des Rechenzentrums in Frankfurt. Wir bieten die üblichen Möglichkeiten eines modernen Colocation-Rechenzentrums plus eine erweiterte Connectivity. So sind wir beispielsweise direkt mit dem DE-CIX, dem größten Internetaustauschknoten der Welt verbunden. Darüber hinaus haben wir direkte, breitbandige Verbindungen zu den Marktführern im Cloud-Business, bieten einen direkten Zugriff auf das Netz der Deutschen Telekom und können auch bestehende Rechenzentren direkt anschließen. Aus Sicht der Unternehmen wirkt diese Cloud-Drehscheibe wie ein Einzelprovider, der alle Services inklusive Housing von Servern anbietet. Das ist zunächst mal eine große Vereinfachung trotz der dahintersteckenden Vielfalt.

Das klingt nach vielen Möglichkeiten. Wie sieht das in der Praxis aus?

Eine der zahlreichen Möglichkeiten der Plattform ist die Bündelung von Internetzugriffen, beispielsweise über eine verschlüsselte VPN-Verbindung zu einem Internetbackbone. Einer unserer Kunden ist ein Softwarespezialist, der eine mobile App für diesen Zweck entwickelt hat. Dahinter verbirgt sich die Lösung eines großen TK-Unternehmens für seine Premium-Kunden. Mit der App können sie sich über öffentliche und damit ungeschützte WLANs via VPN in den Internet-Backbone des Telekommunikationsunternehmens einwählen und genießen damit die Sicherheit eines in Deutschland beheimateten Internet-Gateways.

Dieser Service ist für bis zu 50.000 gleichzeitig aktive Anwender ausgelegt. Das bedeutet sehr hohe Anforderungen an das transportierende Netz bei Bandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit. Das Hosting für diese Anwendung sowie den Betrieb des VPN-Endpunktes hat ITENOS übernommen, da unser Rechenzentrum Direktverbindungen zu vielen Internetprovidern und Telekommunikationsanbietern hat. Die VPN-Lösung kann hier mit größtmöglicher Geschwindigkeit betrieben werden.

Welche Vorteile haben unsere Kunden davon?

Premiumqualität bei der Connectivity ist ein wichtiger Faktor für viele Unternehmen. Business-kritische Anwendungen sollten generell in einem möglichst großen Hub betrieben werden. Dies betrifft vor allem Unternehmen mit vielen, in ganz Europa verteilten Niederlassungen. Der gemessene durchschnittliche Round Trip Delay (RTD) für den Zugang zu Data LogistIX innerhalb der wichtigsten europäischen Wirtschaftsstandorte liegt unter 10 Millisekunden. Bei herkömmlichen Internetverbindungen kann dieser Wert bei bis zu 500 Millisekunden liegen.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die die hohe Leistungsfähigkeit der Plattform. Sie erlaubt eine unkomplizierte Skalierung, auch bei den Kosten. Der Auftraggeber hat somit die Sicherheit, dass die technische Infrastruktur nach Bedarf ausgebaut werden kann und entsprechend des wachsenden Datenvolumens bezahlt wird. Das war bei dem geschilderten Beispiel besonders wichtig, da vor dem Start eines derartigen Dienstes nur sehr grobe Schätzungen möglich sind, welches Datenvolumen tatsächlich entsteht, und wie viele Kunden den Service wirklich nutzen.

Darüber hinaus gibt es Zeitersparnisse und eine verkürzte Time to Market, da die gebuchten Dienste schneller angeschlossen und eingesetzt werden können. Eine weitere Zeitersparnis betrifft das Incidentmanagement, das nach dem „Alles aus einer Hand“-Prinzip ebenfalls weniger aufwendig ist. Die Port-Verfügbarkeit liegt bei 99,98 Prozent, so dass die Plattform bestehende Lösungen vollständig ersetzen kann.