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Lebensmittel-Abholstationen smart vernetzt

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Lebensmittel online bestellen, offline abholen: Das Produkt „Emmasbox“ der open ideas GmbH versteht sich als Wegbereiter dieser Philosophie. Das Startup aus München testet gerade mit mehreren Partnern in Österreich und Deutschland das neue Prinzip des Einkaufens. Die ITENOS GmbH ist mit an Bord und sorgt für einen sicheren Betrieb der Applikationen und für die Vernetzung zwischen Abholstationen und Rechenzentrum.

Im südbayrischen Gaimersheim hat die Zukunft schon begonnen: Kunden des dortigen E-Centers können ihren Einkauf online unter www.edeka-sb.de erledigen und die Waren in die neue Edeka-Box auf dem Parkplatz des Centers legen lassen. Dort können sie die Lebensmittel rund um die Uhr abholen: QR-Code zeigen oder Abholcode eingegeben, gegebenenfalls noch per Personalausweis eine Jungschutzprüfung bei Einkäufen mit Altersvorgabe machen und fertig ist der Online/Offline-Einkauf. Auch bei der Interspar-Gruppe und bei den Märkten von Unimarkt in Österreich sind insgesamt fünf Abholstationen im Pilotbetrieb.

Hinter diesem Prinzip der „Abholboxen“ in Sachen Lebensmittel steht das Startup open ideas GmbH. Open ideas ist der Ideen- und Technologie-Lieferant für die neue Art des Einkaufens. Das Unternehmen verkauft seinen Partnern aus dem Lebensmitteleinzelhandel unter dem Produktnamen „Emmasbox“ die Abholstationen und übernimmt alle technischen Vorgänge rund um das Abholen der Ware. Open ideas hat dazu eine Software entwickelt, die die Vergabe von Öffnungscodes für den Abholvorgang regelt und zwischen den Online-Shops der Lebensmittelhändler und den Boxen vor Ort die Verbindung herstellt.

Bei der Suche nach einem Partner für die technische Infrastruktur und den Betrieb des Netzes zwischen den Maschinen wurde Emmasbox von ihrem Entwicklungspartner T-Systems System Integration auf ITENOS aufmerksam gemacht. ITENOS hat viel Erfahrung mit der sicheren Anbindung von Self-Service-Terminals, etwa im Bereich Geldautomaten, Lotto-Annahmeterminals und bei Abholstationen. Diese werden ja nach Kundenanforderung mit Protect-ADSL oder Protect-Mobile an die IP-Plattform ProtectService angebunden. „Produkt, Präsentation und Preis“ hätten gestimmt, sagt Open-Ideas-Geschäftsführer Michael Reichelt, so dass sich das 2014 gegründete Unternehmen schnell entschlossen hat, auch das Hosting seiner Anwendungen und den Betrieb des Netzes in die Hände von ITENOS zu legen.

ITENOS stellt heute für open ideas die VPN-Router in den Abholstationen, die SIM-Karten und die zentrale Serverfarm auf Basis der SolidCloud zur Verfügung. Die Router in den Boxen kommunizieren via Mobilfunknetz mit dem Zentralrechner. Pilotstationen etwa bei der österreichischen Unimarkt-Gruppe sind mit einer Mobilfunkkarte ausgestattet und tauschen auf diesem Weg die Autorisierungsdaten via VPN-Tunnel mit dem ITENOS-Rechenzentrum aus. Die von open ideas entwickelten Applikationen für Logistik und Management der Emmasbox werden in der Cloud bei ITENOS gehostet.

emmasboxIm Frühjahr 2015 wurde die erste Abholstation mit der ITENOS-Technik ausgerüstet. „Das hat von Anfang an wunderbar geklappt“, sagt Geschäftsführer Michael Reichelt. Er und seine Kollegen von open ideas sind mit den ITENOS-Leistungen „sehr zufrieden“. „Das läuft alles unkompliziert“. Für Reichelt steht fest, dass ITENOS das junge Unternehmen aus München auch auf seinem weiteren Expansionsweg unterstützen wird. Schließlich sei die Infrastruktur von ITENOS so ausgelegt, dass sowohl die Vernetzung als auch die Cloud-Umgebung mit den Anforderungen und der Expansion von open ideas wachsen könne. So wären etwa bei einem weiteren Wachstum der Umstieg auf die ProtectService-Plattform und damit der Betrieb der Boxen in einem eigenen Netz denkbar. Und obendrein habe kaum ein IT-Dienstleister so viele Erfahrung in der Vernetzung von Automaten und Selbstbedienungsgeräten.

Geplant ist zunächst der weitere Ausbau von Lebensmittelboxen in Österreich und in Deutschland. Noch wartet Emmasbox aber die genauen Ergebnisse der Testbetriebe an den sechs Standorten ab. Die bisherigen Resultate findet Michael Reichelt dabei „äußerst positiv“. Die Möglichkeit, den Einkauf – ohne Mehrkosten – direkt auf dem Parkplatz in Empfang zu nehmen, überzeuge immer mehr Kunden. Vor kurzem begegnete Reichelt beispielsweise auf einem Supermarkt-Parkplatz einer jungen Mutter, die mit dem Emmasbox-Prinzip leidigen Diskussionen mit ihren Kindern über das, was gekauft und nicht gekauft wird, mit hoher Zufriedenheit aus dem Weg gegangen ist.